Marie van Klant - Schriftstellerin und Autorin
Worte zur Angst ...

 

ANGST & PANIK

Soll ich Dir mal erzählen, wie sich das anfühlt? Einfach grausam und ekelhaft!

Meistens kommt es aus dem Nichts. Es ist da! Plötzlich! Manchmal kündigt es sich an, dann spüre ich eine nervöse Unruhe in mir. Vorboten! Du fragst, warum ich das nicht unterdrücken kann? Es funktioniert nicht. Das schaffe ich nicht. Ich kann mich noch so sehr bemühen. Oftmals sieht man es mir gar nicht an. Darum glauben viele, ich würde mir das einbilden. Aber, es ist da!

Ich fühle mich während einer „Attacke“, als würde es mir die Füße unter dem Boden wegreißen. Die Beine sind zittrig. Eigentlich bebt alles in mir. Das Atmen fällt mir schwer. Ich ringe nach Luft und ich habe das Gefühl zu ersticken. Mein Mund ist trocken. Der Speichel hat sich aus dem Staub gemacht. Ich kann kaum schlucken, vor lauter Mundtrockenheit. Dieser Schwindel, dieses Herzjagen, diese Beklemmung in der Brust. In meinem Kopf ist alles dumpf und ich kann nicht richtig sehen. Hoffentlich werde ich nicht ohnmächtig!!! Hoffentlich! Das fehlte noch, das mich jemand hilflos am Boden liegen sehen würde. Wie peinlich!!! Ich muss hier unbedingt weg!!! So schnell wie möglich!!! Genau hier erwischt es mich ständig! Ich kann machen, was ich will!!! Hier kommen diese grausamen Gefühle, diese Symptome und diese Fluchtgedanken. Ich muss mich irgendwo festhalten, weil meine Beine es nicht mehr schaffen, meinen Körper zu tragen. Wo finde ich Halt? Wo? Es ist nichts da!!! Die Brust schmerzt und ich denke, es ist das Herz!!! Alles ist verkrampft und zieht sich zusammen. Verdammt! Ich möchte so stark sein und bin doch in dieser Situation so schwach! Ich weiß nicht, wie oft es mich schon gequält hat. Ich möchte diese Stellen meiden, die mich so leiden lassen. Ich wünsche mir, dass ich diese Ängste und diese Panik wieder weg bekomme. Am liebsten gleich und sofort!!! Warum funktioniert das nicht so einfach? Ich hatte doch früher keine Angst. Jedenfalls nicht so!!!
Nach einer „Attacke“ fühle ich mich schlapp. Ich denke, ich wäre einen Marathon gelaufen. Ich bin kaputt und ich möchte mich ausruhen. Dafür bleibt aber meistens keine Zeit.

Du denkst, ich spinne oder ich bin verrückt? Hast Du das auch von mir gedacht, als ich noch nicht von meiner Angst erzählt habe? Was ist jetzt anders an mir? Nichts!!!
Ich bin weder dumm, noch verrückt. Ich bin immer noch ich und die Selbe, wie vorher … Ich konnte vorher denken und kann es auch jetzt noch. Was ich denke??? Dass nach diesen Sätzen ein bitterer Beigeschmack Deinerseits bleibt …
Du wirst mich mit anderen Augen sehen … und das ist schade …

© Marie van Klant

 

"Krankheiten kann sich niemand aussuchen.
Mut kann man nicht kaufen.
Glück lässt sich nicht festhalten.
Liebe kann stärken oder schwächen.
Schicksalsschläge muss man annehmen.
Freundschaften und/oder Beziehungen muss man manchmal loslassen.
Das Leben wird immer voller Überraschungen und Enttäuschungen stecken.
Hass und Neid tun niemandem gut.
Das Lachen sollte uns nicht zum Luxus werden."

© Marie van Klant

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